Pfarrkirche Sankt Ulrich – Wieselburg

Die Region, in der das heutige Wieselburg liegt, wurde schon in der Jungsteinzeit besiedelt. Im Jahr 976 erfolgte die Errichtung einer Wehranlage, innerhalb deren Mauern auch ein erstes romanisches Gotteshaus errichtet wurde.

Dieses als Oktogon bezeichnete Bauwerk ist noch immer Teil des bestehenden Kirchenbaus. Die im Oktogon um das Jahr 1000 angebrachten Fresken zählen heute zu den ältesten Monumentalmalereien des Mittelalters in Österreich.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde eine Teil des Oktogons geöffnet und eine spätgotisches Langschiff angebaut. Zu dieser Zeit diente der romanische Vorgänger als Chorraum. Im gleichen Zeitraum entstand auch der heutige Kirchturm.

Vermutlich kam es im Laufe des 18. Jahrhunderts zu einer Barockisierung, wie in vielen anderen Kirchen auch.

Nach einem Brand im Jahre 1952, entschloss man sich im Zuge der Reparaturarbeiten gleich das Gotteshaus zu vergrößern, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. Dazu wurde das spätgotische Langhaus an der Südwand geöffnet und der moderne Teil in der Zeit von 1953 bis 1958 angebaut.

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