Pfarrkirche Sankt Nikolaus – Grins

Im Jahre 1434 wird erstmals eine Kirche in Grins urkundlich erwähnt. Vermutlich handelte es sich dabei um einen Vorgängerbau, der 1438 vergrößert und 1470 im spätgotischen Stil umgebaut wurde.

Das heutige Gotteshaus entstand in den Jahren 1775 bis 1778 angeblich nach den Plänen von Franz Singer. Der Turm des gotischen Vorgängerbaus blieb erhalten und wurde in den Neubau einbezogen.

Franz Singer soll auch für die wundervollen Stuckarbeiten im Innenraum verantwortlich zeichnen, die zum besonders prachtvollen Eindruck beitragen.

Eine Beteiligung Franz Singers am Bau der Pfarrkirche von Grins kann laut einer Dissertation aus dem Jahre 2002 nicht belegt werden. Meiner Meinung nach schmälert dies in keinster Weise die Schönheit und Besonderheit des Gotteshauses.

Der bayerische Maler Matthäus Günther kreierte die meisterhaften Deckenfresken, die von den schönen Stuckarbeiten umfasst werden.

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand die heutige Inneneinrichtung im Stile des Historismus, wobei Spätklassizsmus und Nazarenerstil besonders herausragen.

Das Schaffen alter Meister macht die Pfarrkirche von Grins zu einem der bedeutendsten Werke des Rokoko in Tirol.

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