Pfarrkirche Sankt Martin – Ladis

Wann genau ein erstes Gotteshaus in Ladis errichtet wurde ist leider nicht belegt. Vermutlich bestand aber schon vor 1300 eine erste romanische Kapelle im Ort.

Im Jahre 1406 wird diese als Martinskapelle dokumentierte Kirche durch einen Brand schwer beschädigt, aber in den Folgejahren wieder restauriert.

Für die Jahre 1495 bis 1497 ist eine Erweiterung des Gotteshauses im gotischen Stil urkundlich belegt.

1683 zerstörte ein Großbrand fast das ganze Dorf. Der Kirchturm blieb stehen und recht rasch wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Nur ein Jahr später konnte das neue Geläut eingeweiht werden.

Ende des 18. Jahrhunderts war die Bevölkerung in Ladis derart angewachsen, dass die Kirche nicht mehr genug Platz für alle Gläubigen bot. Daher wandte sich 1798 die Gemeinde an das bischöfliche Ordinariat in Brixen und suchte um die Genehmigung eines Neubaues an. Da die Klärung der Finanzierung recht lange dauerte und die behördlichen Mühlen auch damals langsam mahlten, wurde die Genehmigung zum Neubau erst am 4. Jänner 1828 erteilt.

Am 8. Juni 1832 erfolgte bereits die Einweihung des neuen Gotteshauses, welches typisch für die Zeit des Historismus mit hauptsächlich klassizistischen Formen errichtet wurde.

Die klassizistische Inneneinrichtung wurde großteils in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geschaffen.

Das Deckengemälde im Chorraum, welches den heiligen Martin darstellt, wurde im Zuge einer Innenrenovierung in den Jahre 1961/62 von Josef Prantl gemalt.

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