Pfarrkirche Sankt Martin – Bad Goisern

Urkundlich erwähnt wird die Pfarrkirche in Bad Goisern erstmals im 13. Jahrhundert. Da aber das 1020 gegründete ehemalige Benediktinerinnenstift Traunkirchen als Mutterpfarre gilt kann vermutet werden, dass bereits davor eine Kapelle oder Kirche existierte.

Das im Kern noch erhaltene spätgotische Gotteshaus dürfte Mitte des 15. Jahrhunderts erbaut worden sein. Im Jahre 1487 erfolgte nachweislich die Einweihung.

Über die Jahrhunderte wurde die Kirche mehrmals durch Brände beschädigt. Trotzdem überstand die gotische Einrichtung sogar die Zeit des Barock.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung derart gewachsen, dass eine Vergrößerung des Bauwerks notwendig wurde. Abgesehen davon, befand sich die Bausubstanz schon in relativ schlechtem Zustand.

Es folgte ein weitgehender Neubau im spätklassizistischem Stil, bei dem aber Teile des bestehenden Gotteshauses erhalten blieben. Durch eine Drehung der Achse um 90 Grad, wurde unter anderem der spätgotische Chor des Vorgängerbaus – die heutige Marienkapelle – in den neuen Kirchenbau integriert.

Im Zuge der Arbeiten im 19. Jahrhundert entschloss man sich, auch die original gotische Einrichtung durch neue Stücke im Stile der Neugotik zu ersetzen.

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