Pfarrkirche Sankt Johannes – Saalfelden

Ursprünglich stand um das Jahr 1000 an der Stelle der heutigen Kirche eine Turmburg, in der vermutlich bereits eine erste Kapelle vorhanden war. Kurze Zeit später wurde das gesamte Erdgeschoss dieses Turmbaus in eine Kirche umgewandelt.

Im 11. oder 12. Jahrhundert kam es zu einem Ausbau des Gotteshauses im romanischen Baustil. Während des 14. Jahrhunderts begann eine gotische Bauphase. Fest steht, dass bereits kurz vor der Wende zum 15. Jahrhundert das Langhaus die Ausmaße des heutigen Mittelschiffes hatte.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts war der Umbau beendet und über längere Zeit sollte keine Bautätigkeit stattfinden.

1734 wurde der gotische Spitzhelm des Turmes bei einem Brand zerstört und durch einen Doppelzwiebelhelm ersetzt.

Über die Jahrhunderte wurde laufend die Inneneinrichtung verändert und erneuert. Im 18. Jahrhundert schmückten ein barocker Hochaltar und Seitenaltäre im selben Stil den Innenraum.

Eine Brandkatastrophe im Jahre 1811 beschädigte die Kirche so schwer, dass nur die gemauerten Teile großteils erhalten blieben.

Im Zuge des Wiederaufbaus erhielt 1813 der Turm seinen heutigen Pyramidenhelm und ein hölzernes Gewölbe wurde eingezogen. Bis 1836 wurde die Inneneinrichtung im klassizistischen Stil erneuert.

Da man mit dem Zustand der Kirche nicht zufrieden war, wurde sie in den Jahren 1858 bis 1861 zu einer neuromanischen Basilika umgestaltet und erhielt wieder eine neue Inneneinrichtung.

Ab den 1950er Jahren erfolgte die letzte umfangreiche Umgestaltung, die vor allem den Innenraum betraf, wobei alle historischen Einrichtungsgegenstände entfernt wurden.

Durch die sehr bewegte Baugeschichte entstand ein modern wirkender Sakralbau, dem nicht mehr anzusehen ist, dass sein ältester Kern 1000 Jahre alt ist.

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