Salzburg – Die Stadt der Fürsterzbischöfe

Stift St. Peter mit Dom im Hintergrund

Stift St. Peter mit Dom im Hintergrund

Im Jahre 696 erhielt Bischof Rupert, der spätere heilige Rupert und Landespatron von Salzburg, die Reste der Römerstadt von den Bayern geschenkt. Dies stellte die Geburtsstunde des Erzbistums Salzburg dar, dessen Existenz über 1100 Jahre währen sollte.

Bischof Rupert erneuerte das Kloster St. Peter, welches belegt durch Mauerfunde bereits mindestens seit dem 5. Jahrhundert existierte und das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum ist. Er gründete auch das Benediktinen-Frauenstift Nonnberg, das älteste Frauenkloster nördlich der Alpen, und bereits 774 wurde der erste romanische Dom zu Salzburg von Abtbischof Virgil eingeweiht.

Schlossgarten Mirabell

Schlossgarten Mirabell

996 erhielt Salzburg das Markt-, Münz- und Mautrecht durch Kaiser Otto III. und 1287 das Stadtrecht.

In der Schlacht bei Mühldorf im Jahre 1322, stand das Erzbistum an der Seite der Habsburger und verfeindete sich damit mit seinem Mutterland Bayern. In der Folge wurde Salzburg zu einem eigenständigen Fürsterzbistum im römisch-deutsch Reich.

Im 15. Jahrhundert führte die wirtschaftliche Blüte der Stadt zu einem selbstbewussten Bürgertum mit zunehmenden Rechten und Pflichten, welches wenige Jahre nach Martin Luthers Thesenanschlag Großteils dem Protestantismus nahe stand. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau griff im Zuge der Gegenreformation hart durch und verwies 1590 alle Protestanten der Stadt.

Schlossgarten Hellbrunn

Schlossgarten Hellbrunn

Bereits um 1600 zählte das Fürsterzbistum durch den Salz- und Goldbergbau zu den reichsten Fürstentümern im römisch-deutschen Reich. Zu dieser Zeit wurde unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Planung zur Neugestaltung des Altstadtkerns, sowie auch zum Bau des Salzburger Doms im frühbarocken Stil begonnen. Vollendet wurden die Pläne erst später von Erzbischof Paris Graf von Lodron, welcher 1623 auch die Universität Salzburg gründete.

Durch die kluge Neutralitätspolitik von Erzbischof Paris von Lodron schaffte es das Erzbistum nicht in den dreißigjährigen Krieg verwickelt zu werden und es verstärkte gleichzeitige seine Verteidigungsanlagen, wie die Festung Hohensalzburg, um zu einer der am besten befestigten Städte Europas zu werden.

Nach den Wirren der napoleonischen Kriege fiel das Land Salzburg 1816 zum größten Teil an das Kaisertum Österreich und die Eigenständigkeit des Fürsterzbistums fand damit Ende.

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