Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (Leechkirche) – Graz

Bei diesem Bau handelt es sich um den ältesten römisch-katholischen Sakralbau von Graz.

Das Bauwerk steht auf einem kleinen Hügel mit etwa 20 Metern Durchmesser. Es handelt sich dabei nachweislich um ein hallstattzeitliches Hügelgrab aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Der Name Leech stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet „Hügelgrab“.

Eine Besonderheit zeichnet die Leechkirche noch aus. Sie steht auf dem einzigen runden Grundstück, ausgenommen einiger Kreisverkehre, welches noch im aktuellen Kataster der Stadt Graz zu finden ist.

Bereits um das Jahr 1000 wurde ein erster Bau auf dem Hügel errichtet, welcher im Jahre 1202 durch eine St. Kunigunden-Kapelle ersetzt wurde, die im Jahre 1224 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zu dieser Zeit dürfte auch der Kirchhügel deutlich vergrößert worden sein.

Im Jahre 1250 wurde die Kunigunden-Kapelle zerstört, wofür die Ursache leider unbekannt ist. Bereits im Jahre 1255 begann ein Neubau durch den deutschen Ritterorden, der das Areal im Jahre 1233 als Geschenk erhielt.

Der Bau verzögerte sich offensichtlich, denn erst in den Jahren 1275 bis 1293 wurde die heutige frühgotische Kirche errichtet.

Die Inneneinrichtung stammt zu großen Teilen aus der Zeit des Barock und wurde etwa um 1780 hergestellt.

1979 übergab der deutsche Orden die Kirche der Diözese Graz-Seckau, welche sie 1985 zur Universitätskirche bestimmte.

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