Pfarrkirche Zum göttlichen Heiland (Votivkirche) – Wien

Auslöser für den Bau dieses neugotischen Meisterwerks österreichischer Sakralbaukunst, war ein gescheiterter Attentatsversuch auf Kaiser Franz Josef I. im Jahr 1853. Sein Bruder, Erzherzog Ferdinand Maximilian, rief danach zu Spenden für die Erbauung einer Dankeskirche auf.

Es erfolgte die Ausschreibung eines Wettbewerbs mit der Bedingung, dass die neue Kirche im gotischen Stil ausgeführt werden soll. 75 Architekten aus der Donaumonarchie, Deutschland, England und Frankreich beteiligten sich daran. Den Sieg trug der damals erst 26jährige Heinrich Ferstel davon. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits am 24. April 1856.

Ferstel orientierte sich bei seinem Entwurf an gotischen Vorbildern des Mittelalters. Bis ins kleinste Detail hielt er sich strikt daran und schuf ein neugotisches Bauwerk, welches auf den ersten Blick einer mittelalterlichen Kathedrale gleicht. Er verwendete beinahe mustergültig viele Charakteristika der französischen, deutschen und auch italienischen Gotik. Trotzdem kopierte Heinrich Ferstel nicht einfach, sondern schuf ein neues sakrales Meisterwerk.

Mit einer Höhe von 99 Metern ist die Votivkirche, nach dem Stephansdom, die zweithöchste Kirche Wiens.

Im Inneren bemerkt man eher die neugotischen Züge als Außen. Die klare Symmetrie unterscheidet den Bau von mittelalterlichen Kathedralen die eher „gewachsen“ wirken. Was natürlich durch die deutlich kürzere Bauzeit des 19. Jahrhunderts im Verhältnis zum Mittelalter erklärt werden kann. Die Einweihung fand schon nach 23 Jahren Bauzeit am 24. April 1879 statt.

Wenn man an Architektur interessiert ist, sollte man sich die Zeit nehmen länger in diesem Gotteshaus zu verweilen. Die Fülle an Details ist einfach atemberaubend.

2 Kommentare:

  1. Kirsi Kiviharju

    Dear Mrs/Sir,

    Could please give me the name and e-mail address for the artistic director of organ concert in Votivkirche. I would like to introduce her/him some great artists. Thank you.

    Kind regards,
    Kirsi Kiviharju

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