Pfarrkirche Sankt Radegundis – St. Radegund bei Graz

Im Jahre 1186 wird erstmals in einer Urkunde eine Kirche in St. Radegund genannt. Auch wenn keine Bestätigung vorliegt, lässt die bestehende Bausubstanz vermuten, dass sich diese Kirche schon am jetzigen Standort befand.

Ab 1490 beginnt der Erweiterungsbau zur heutigen gotischen Pfarrkirche und bereits 1513 ist dieser abgeschlossen.

In diesere Zeit entstanden auch die heute wieder sichtbaren Wandgemälde, welche als Altarbilder für die Seitenaltäre dienen. Sie wurden zwischenzeitlich durch hölzerne Altaraufsätze verdeckt und vergessen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie wiederentdeckt und in mühevoller Arbeit freigelegt.

Im Jahre 1678 wurde die Kirche als baufällig befunden und eine umfangreiche Renovierung begann. Der Turm wurde erhöht und mit einer barocken Haube gekrönt.

Die Inventur im Jahre 1807 befand den Bauzustand als schlecht und auch den Gesamtwert des Gotteshauses als sehr gering.

Ende des 19. Jahrhunderts kam die Phase der Neugotik und auch St. Radegund erhielt 1888 einen neuen Hochaltar in diesem Stil. Da aber der Gesamtzustand des Bauwerks begann eine Gesamtrenovierung, während der unter anderem die oben erwähnten Fresken freigelegt wurden.

Während den Arbeiten riss ein schwerer Sturm die Bedachung vom Turm. Daher wurde er in die Renovierung miteinbezogen und erhielt 1898 seinen heutigen neugotischen Spitzhelm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*