Pfarrkirche Sankt Oswald – Eisenerz

Bereits im 11. Jahrhundert könnte eine Kapelle am „Vogelbichl“, wie der Hügel auch genannt wird, gestanden haben. Leider gibt es dafür aber keine eindeutigen Belege. Erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts wird hier ein Sakralbau dokumentiert.

Die heutige spätgotische Anlage, die größte erhaltene Wehrkirche der Steiermark, entstand ab dem Jahre 1470 und wurde 1512 eingeweiht.

Bereits ab 1482 wurde, auf Geheiß Kaiser Friedrichs III., damit begonnen den Bau wehrhaft zu befestigen um für drohende Türkeneinfälle gewappnet zu sein.

Die Bedrohung durch die Türken bewahrheitete sich nicht, aber 1599 verschanzten sich protestantische Eisenerzer im Zuge der Gegenreformation, in der mittlerweile als Fluchtburg konzipierten Kirchenanlage. Sie wurden aber von den bischöflichen Schützen zur Aufgabe gezwungen.

Im Laufe der Zeit wurde die Kirche barockisiert, aber bei einer kompletten Renovierung Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Regotisierung. Dabei entstand unter anderem auch der heutige neugotische Hochaltar aus weißem Marmor.

Nicht nur die Kirche, sondern die gesamte Wehranlage, sind gefüllt mit vielen historischen Details. Diese Tatsache, wie auch die wunderschöne Umgebung, lädt den Besucher zu längerem Verweilen ein. Weitere Informationen findet ihr im Sonderbeitrag „300. Sakralbau – Die Wehrkirche St. Oswald in Eisenerz“.

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