Pfarrkirche Sankt Johannes – St. Johann bei Herberstein

Schon sehr früh, nämlich im Jahre 1170, erfolgte die erstmalige urkundliche Nennung der Pfarre St. Johann. Damals handelte es sich noch um eine Eigenkirche der Herren von Feistritz, die im romanischen Stil erbaut wurde und deren Standort eindeutig ein vorchristlichen Kultort war. Das heutige Langhaus besteht im Kern noch immer zu großen Teilen aus diesem romanischen Mauerwerk.

Im 13. Jahrhundert übernahm der Deutsche Orden die Pfarre. 1300 wurde dem Ordensbesitz ein großzügiger Ablass gewährt. Damit wurde vermutlich unter anderem eine Gotisierung des Kirchenbaus finanziert.

Mitte des 17. Jahrhunderts gelangte die Familie Herberstein in den Besitz der Pfarre und bereits 1655 begann der Umbau zum heutigen barocken Gotteshaus. Nur vier Jahre später konnten die Bauarbeiten bereits abgeschlossen werden, aber erst am 15. Mai 1672 kam es zur Einweihung.

Der heutige prunkvolle Hochaltar entstand über mehrere Jahrzehnte und wurde erst 1735 endgültig vollendet. Auch die restliche Inneneinrichtung, in den Stilen des Hochbarock und Rokoko, fügt sich sehr schön in den „aufgeräumten“, eher klassizistisch gestalteten, Innenraum ein.

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