Pfarrkirche Sankt Anton – Hallein

Am 10. Mai 1026 wird erstmalig in einer Urkunde eine Kirche in Hallein erwähnt, als Papst Innozenz III. dem Kloster St. Peter eine Kirche in dem damals Mühlbach genannten Ort bestätigte.

Auch wenn nicht gesichert ist das es sich hierbei um einen Vorgängerbau der heutigen Kirche, welche erst 1343 erwähnt wird, legen es archäologische Ausgrabungen nahe.

Im 13. Jahrhundert prägte den Bau ein romanischer Stil, welcher in der Mitte des 15. Jahrhunderts durch einen spätgotischen Chor erweitert wurde und auch sonst leichte spätgotische Veränderungen erfuhr.

1766 wurde durch eine Kommission die Baufälligkeit festgestellt, worauf 1769 ein teilweiser Neubau genehmigt wurde, welcher am 28. Juli 1777 im Stil des Klassizismus fertiggestellt wurde. Der spätromanische Turm blieb erhalten und erhielt, nachdem 1786 ein Sturm das mittelalterliche Spitzdach abdeckte, einen neuen achtseitigen Tambourhelm mit Laterne.

Am 22. März 1943 wurde das mit Holzschindeln gedeckte Dach bei einem Stadtbrand vom Feuer erfasst und beschädigte die Kirche schwer. Am 26. September 1945 stürzte dann der spätromanische Turm ein.

Erst 1964/65 entstand der heutige Turm in Sichtbeton Bauweise und in ähnlichen Dimensionen wie sein Vorgänger.

Die im spätbarocken Stil gehaltene Inneneinrichtung stammt Großteils vom Ende des 18. Jahrhunderts und nur wenige Stücke, wie zum Beispiel das spätgotische Taufbecken, sind älter.

Außerhalb der Kirche befindet sich ein einzelnes Grab, welches vom ehemaligen Friedhof rund um die Kirche erhalten blieb. Es handelt sich dabei um die letzte Ruhestätte von Franz Xaver Gruber, dem Komponisten des Liedes „Stille Nacht“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.