Wallfahrtskirche Unserer lieben Frau – Hochfeistritz

Laut Legende erschien einem Bauern im Jahre 1215 die heilige Mutter Gottes in einer großen Fichte.

Bereits im Jahre 1240 wird eine erste Kapelle zu Ehren Mariens eingeweiht. Ein Blitzschlag zerstörte 1414 diesen Bau, worauf ein Neubau in Angriff genommen wurde.

Die Grundsteinlegung zur heutigen wunderschönen spätgotischen Kirche erfolgte im Jahre 1446, wobei Teile der beschädigten Kapelle als Sakristei beibehalten wurden.

Im Jahre 1491 erfolgte am 15. Mai die feierliche Einweihung durch Bischof Erhard von Lavant. Ab diesem Zeitpunkt veränderte sich der Bau nur noch geringfügig durch Renovierungen.

Die lange Bauzeit ist auf die Lage des Bauwerks in knapp 1000 Metern Seehöhe und die zahlreichen Türkeneinfälle im 15. Jahrhundert zurückzuführen. Die Gefahr von Angriffen war auch der Grund warum der Bau in Form einer Wehrkirche ausgeführt wurde.

Glücklicherweise gehört dieses Schmuckstück der Gotik zu den wenigen Bauten, die nach ihrer Fertigstellung kaum verändert wurden. Die größte Veränderung geschah 1807, als der Kirchturm um ein zusätzliches Stockwerk erhöht wurde.

Ein ursprünglich an der Außenwand angebrachtes Fresko aus dem Jahre 1470 wurde 1975 an die nördliche Innenwand übertragen.

Die Zeit des Barock veränderte die Kirche erfreulicherweise nur in Form einer neuen Inneneinrichtung. So stammen der Hochaltar und die Altäre im Seitenschiff aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Das ganze Bauwerk ist ein Meisterwerk der Gotik und lädt dazu ein, die zahlreichen Details zu betrachten. Sehr beeindruckend sind auch die drei gotischen Portale, wovon das Hauptportal im Westen das Glanzstück ist, dessen Dekor bis ins dritte Turmgeschoß ragt.

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