Wallfahrtskirche Unbefleckte Empfängnis – Hoheneich

Im Jahre 1275, als der Ort Hoheneich erstmals urkundlich erwähnt wurde, dürfte schon eine erste Kirche bestanden haben. Die Kirche selbst wird 1338 in einem Pfarrverzeichnis erwähnt.

Ob es sich dabei schon um einen steinernen Bau handelte, ist nicht belegt. Erst 1408 ist ein gotischer Neubau belegt, da in der Pfarrchronik über die Spende eines Gnadenbildes im Jahre 1406 berichtet wird.

Während der Reformation war die Pfarrkirche ab 1540 über 80 Jahre stillgelegt. Erst das „Wunder von Hoheneich“ gab den Katholiken ihr Gotteshaus uneingeschränkt zurück. Dabei ließen Protestanten die Eingänge verschließen und sogar vermauern, um eine katholische Prozession daran zu hindern, anlässlich der Patroziniumsfeier, die Kirche zu betreten.
Doch nur durch die Berührung einer Fahne öffnete sich das Tor und die dahinterliegende Mauer stürzte ein. Daraufhin wurde die Herrschaft des Gebietes, Graf Ernst von Kollonitsch, wieder dem katholischen Glauben anhängig und vertrieb sogar die lutheranischen Prädikanten.

In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Kirche baufällig und stürzte ein. Von 1776 bis 1784 entstand die heutige Wallfahrtskirche im Stile des Spätbarocks mit deutlichen klassizistischen Einflüssen.

Die klassizistische Inneneinrichtung rundet das Gesamtbild dieser schönen Kirche ab.

Auch die als „Mirakeltür“ bezeichnete Tür des Vorgängerbaus wurde zur Erinnerung an das „Wunder von Hoheneich“ aufbewahrt und ist in der Nähe des heutigen Eingangs ausgestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*