Stiftskirche Maria Himmelfahrt – Altenburg

Bereits im Jahr 1144, bei der Gründung des Stiftes Altenburg, bestand eine romanische Kapelle die dem heiligen Vitus geweiht war. Hinweis dafür ist die Bestätigung des Tauf- und Begräbnisrechts in der Gründungsurkunde.

Laut einer Urkunde vom 15. Juli 1265 war diese romanische Klosterkirche offenbar in sehr schlechtem Zustand, da in dem Schriftstück um Beiträge zum Wiederaufbau ersucht wurde. Die Schäden am Bauwerk dürften durch die 1251 stattgefundenen Kriege des Hermann von Baden entstanden sein.

Vermutlich um die Wende zum 14. Jahrhundert wurde eine Klosterkirche im gotischen Stil erbaut und die Vitus-Kapelle wurde zu einer Spitalskirche.

Im Laufe der Jahrhunderte fand immer wieder ein Kreislauf von Zerstörung und Wiederaufbau statt. Seien es die Einfälle der Kumanen im frühen 14. Jahrhundert, oder die Hussitenkriege und Böhmen-Invasion im 15. Jahrhundert. Die Mönchsgemeinschaft schaffte es immer wieder, sich neu zu organisieren und die Bauwerke wiederherzustellen.

Nach dem Ende des durch die Reformation ausgelösten dreißigjährigen Krieges (1648), begann man im 17. und 18. Jahrhundert die Klosteranlage nicht nur umfangreich zu sanieren, sondern neu und größer wiederaufzubauen.

Dank dem äußerst erfolgreichen Barockbaumeister Joseph Munggenast und einem der bedeutendsten Maler des Barocks, Paul Troger, entstand ein wahres Meisterwerk.

Mit ihrer wundervollen Innenausstattung kann diese Kirche ohne Weiteres als eines der barocken Schmuckstücke unseres Landes betrachtet werden.

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