Pfarrkirche Sankt Ulrich – Pinswang

Im 13. Jahrhundert stand in Pinswang bereits eine romanische Saalkirche. 1380 wurde Bruder Ulrich aus Musau am Kirchenhügel begraben und bereits 1414 entstand ein kleines gotisches Kirchlein. Da Bruder Ulrich zahlreiche Wunderheilungen zugeschrieben wurden, entwickelte sich das kleine Gotteshaus schnell zu einem beliebten Ziel für Wallfahrer.

Durch die blühende Wallfahrt konnte im 16. Jahrhundert die gotische Kapelle umgebaut und vergrößert werden. Diese Bauphase konnte durch archäologische Untersuchungen belegt werden, bei denen ein roter Ziegelboden aus dieser Zeit freigelegt wurde.

1726 begann der Umbau zur heutigen barocken Pfarrkirche. Der untere Teil des Turmes stammt mit Sicherheit vom gotischen Bau des Jahres 1414, vermutlich aber sogar vom ursprünglichen romanischen.

Bereits 1728 kann der Bau als fertiggestellt betrachtet werden und die Gebeine des Bruders Ulrich wurden in einer Nische des rechten Seitenaltars nochmals beigesetzt.

Die ursprünglich barocke Inneneinrichtung wurde 1860 gegen Stücke im Stil der Neuromanik ausgetauscht und 1890 erhielt der Innenraum eine dunkle Farbgebung im damals beliebten Nazarenerstil.

Glücklicherweise wurden diese Änderungen 1941 wieder rückgängig gemacht und die Kirche erhielt ihre barocke Farbgebung und die heutigen neubarocken Altäre.

Im Zuge der Innensanierung 2010 wurden archäologische Grabungen durchgeführt und dabei die Gebeine Bruder Ulrichs freigelegt. Seit dem befindet sich die letzte Ruhestätte Bruder Ulrichs neben dem Haupteingang, wo er am 20.11.2010 ein vorerst letztes Mal würdig beigesetzt wurde.

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