Pfarrkirche Sankt Salvator und Allerheiligen – Millstatt

Gegründet wurde das ursprüngliche Benediktinerkloster um 1070. Der Vorgängerbau wurde um 1122 durch einen katastrophalen Brand zerstört.

Mitte des 12. Jahrhunderts wurde damit begonnen, den heutigen romanischen Bau zu errichten. Während der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand das heutige Westwerk mit seinem beeindruckenden Trichterportal.

1469 ging der Besitz an den damals noch neuen St. Georgs-Ritterorden über. Unter diesem erfolgte im 16. Jahrhundert die gotische Einwölbung des Langhauses und zahlreiche wunderschöne Fresken entstanden.

Nach der Auflösung des Ritterordens 1598 wechselte die Kirche erneut ihre Besitzer und der Jesuitenorden bestimmte für die nächsten knapp 200 Jahre ihr Schicksal. So entstand im Laufe des 17. Jahrhunderts ein großer Teil der barocken Inneneinrichtung.

Der Jesuitenorden wurde 1773 aufgehoben und der Stiftsbesitz wurde unter staatliche Verwaltung gestellt. Leider gingen in der darauf folgenden Zeit viele Kunstwerke verloren und auch das Bauwerk selbst litt schwer.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der historische Wert wieder erkannt und das Interesse an Millstatt wuchs. Eine Ende des 20. Jahrhunderts durchgeführte umfangreiche Restaurierung verlieh dem Gotteshaus sein heutiges Aussehen. Glücklicherweise konnten dabei auch einige Fresken aus dem 16. Jahrhundert wieder freigelegt und gerettet werden.

Eine Besonderheit sind die, nach einer Übertragung des eigentlichen Freskos ins Innere, erhaltenen Rötelzeichnungen links vom Eingang.

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