Pfarrkirche Sankt Rupert – Traismauer

Der Standort der Pfarrkirche in Traismauer hat eine sehr lange und bewegte Geschichte, die durch archäologische Untersuchungen bis in das 2. Jahrhundert nach Christi Geburt belegt ist.

Auf den Überresten des Kommandogebäudes einer römischen Militäranlage wurde spätestens im 8. Jahrhundert eine dem heiligen Martin geweihte Kirche erbaut.

Um 1293 wurde eine neue Pfarrkirche im spätromanischen Stil errichtet und der heilige Rupert wurde Kirchenpatron. Grund dafür war, dass ab der Mitte des 13. Jahrhunderts die Pfarre zum Erzbistum Salzburg gehörte. Der Unterbau des Kirchturms, Teile des Langhauses und des Chors, stammen heute noch von diesem Bau.

Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts kam es zu Umbauten im gotischen Stil, wie zum Beispiel der Einwölbung der ursprünglichen romanischen Flachdecke.

Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgte eine erste Umgestaltung hin zum barocken Stil. Dabei entstand auch das heutige südliche Seitenschiff – die einzige räumliche Erweiterung der Kirche seit ihrer Errichtung im späten 13. Jahrhundert.

Die heutige barocke Inneneinrichtung wurde großteils in der Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge der zweiten Phase der Barockisierung angeschafft. Auf der rechten Seite des Triumphbogens steht eine Madonna, die vermutlich vom ursprünglichen gotischen Hochaltar stammt.

Um 1800 erfolgten noch Änderungen im klassizistischen Stil. Unter anderem entstand die heutige Kanzel im Jahre 1799.

Mit ihrer gut fundierten Geschichte und den gründlichen archäologischen Untersuchungen im Jahre 1975, ist die Pfarrkirche Traismauer ein ganz besonders interessantes Bauwerk.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.