Rektoratskirche Sankt Karl (Karlskirche) – Wien

Kaiser Karl VI. gelobte anlässlich eines Pestausbruchs im Jahre 1713 seinem Namensvetter Karl Borromäus, dem Pestheiligen, zu Ehren eine Kirche zu errichten, wenn die Plage bald enden würde. Bereits 1714 war es soweit und die Seuche erlosch. Nur zwei Jahre später (1716) wurde der Grundstein zum heutigen Prachtbau gelegt.

Die Ausschreibung erfolgte in Form eines Bauwettbewerbs, welchen Johann Bernhard Fischer von Erlach für sich entschied. Nach dessen Tod 1723 übernahm sein Sohn Josef Emanuel die Bauleitung.

Unter Verwendung unterschiedlichster Stilelemente diverser Epochen und Kulturen, entstand bis zum Jahr 1737 ein beeindruckendes Meisterwerk barocker Baukunst. Sei es der im Stil griechisch-römischer Tempel errichtete Portikus, oder die beeindruckende 74 Meter hohe Kuppel. Wo der Blick auch hinschweift, es gibt unzählige Details zu erhaschen.

Nach dem Betreten erwartet den Besucher ein prachtvoller barocker Innenraum, der in seinem Detailreichtum dem Äußeren in nichts nachsteht. Besonders beeindruckend ist natürlich das Kuppelfresko von Johann Michael Rottmayr.

Ein provisorischer Fahrstuhl bringt Besucher auf Wunsch bis knapp unter die Kuppel um alle Details des Freskos betrachten zu können. Ich persönlich könnte auf diese Möglichkeit gut verzichten, da die Gerüstkonstruktion meiner Meinung nach die Atmosphäre eines ansonsten wundervollen und beeindruckenden Sakralbaus zerstört.

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