Pfarrkirche Sankt Jakobus – Leibnitz

Bereits Anfang des 12. Jahrhunderts wurde hier eine turmlose romanische Saalkirche erbaut, welche vermutlich 1144 geweiht und erstmals 1170 urkundlich erwähnt wurde.

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt der Bau einen massiven Chorturm, dessen Fundamente sich noch heute unter dem Chorraum befinden.

Noch vor 1300 wurde die romanische Apsis durch einen frühgotischen Chor ersetzt und zwischen 1385 und 1420 wurde der romanische Chorturm abgetragen und an der Nordwand ein neuer fünfgeschossiger Glockenturm errichtet. Dieser gotische Turm ist noch heute bis ins vierte Geschoß erhalten.

In weiterer Folge wurde auch der romanische Saal gotisiert und erhielt ein Kreuzrippengewölbe.

Am 17. September 1532 wurde Leibnitz von einem gewaltigen türkischen Heer angegriffen. Danach war der Kirchenbau vermutlich zwei Jahrzehnte lang ruinös.

Erst Mitte des 16. Jahrhunderts fand ein Wiederaufbau statt, von welchem nur wenig erhalten blieb, da der Bau im 17. Jahrhundert sowohl innerhalb, als auch außerhalb erneut umgebaut wurde.

Im Zuge zweier umfassender Generalsanierungen von 1899 bis 1902 und von 1979 bis 1983 wurde der Kirchenbau erneut umgestaltet. Während der Architekt der Jahrhundertwende versuchte den Stil der Neoromanik zu nutzen, entschied man sich 1979 für eine weitgehende Regotisierung.

Die Großteils neubarocke Inneneinrichtung fügt sich nahtlos in den heute hellen und klaren Innenraum ein.

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