Filialkirche Sankt Michael – St. Michael

Karl der Große ließ hier bereits um das Jahr 800 ein Michaelsheiligtum anstelle einer keltischen Kultstätte errichten.

987 wird die Michaelspfarre erstmals urkundlich erwähnt, weshalb sie auch als Urpfarre der Wachau gilt.

Durch einen Tausch von Besitzungen kommt St. Michael 1159 an das Stift St. Florian.

Zwischen 1500 und 1520 wird die heutige spätgotische Kirche anstelle der vorherigen romanischen Steinkirche erbaut.

Im 1530 wurde die gesamte Wehranlage mit insgesamt fünf Türmen und Zugbrücke fertiggestellt. Einer dieser Türme ist heute noch erhalten und wurde 1960 als Aussichtsturm ausgebaut.

Nachdem 1532 spanische Hilfstruppen den gotischen Turm in Brand steckten, erhielt er 1544 seine heutigen Renaissancezinnen.

Während der Reformation kommt es zum Niedergang des katholischen Lebens und durch die Gründung selbständiger Pfarren in den umliegenden Orten im Zuge der Gegenreformation verliert St. Michael stark an Bedeutung.

Kaiser Josef II. löst dann im Jahre 1784 die Pfarre endgültig auf.

Glücklicherweise wurde 1950 eine Vereinigung zur Erhaltung der Wehrkirche gegründet, wodurch dieses historische Juwel bis heute erhalten blieb.

Der Innenraum wurde zwar Barockisiert, aber viele spätgotische Kunstwerke blieben trotzdem in Verwendung.

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