Die Herbergssuche

Schon mehrere Male waren wir unterwegs um ein wenig frische Luft zu genießen und ein paar neue Kirchen zu finden. Wir scheuen dabei keine Mühen und fahren oft einige hundert Kilometer durch unser schönes Land.

Erst im Herbst wollten wir zwei Touren machen. Eine in das nördliche Burgenland und eine im Bereich Niederösterreich. Doch die Ausbeute am Ende dieser Ausflüge war ziemlich mager, denn genau in diesen Bereichen Österreichs, scheinen die meisten Kirchen verschlossen zu sein. Selbst an Sonntagnachmittagen.

So ging es uns schon öfters wie Maria und Josef bei der Suche nach einer Herberge kurz vor der Geburt ihres Kindes. Eine besuchte Kirche nach der anderen war verschlossen. Was sehr schade ist, da oft wirklich sehr schöne Bauten, mit sicher interessanter Geschichte, dabei waren.

Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine Nacht sein.

Offenbarung des Johannes 21,25

Wenn nur die Verantwortlichen versuchen würden sich dieses Zitat zu Herzen zu nehmen.

Ich verstehe auch, wenn es aus Personal- oder Sicherheitsgründen nicht möglich ist ein Gotteshaus täglich offen zu halten, aber zumindest sollten dann gut ersichtlich Öffnungszeiten ausgehängt werden, oder eine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme vorhanden sein.

Traurig fand ich auch eine Kirche, welche am Haupttor darauf hinweist, dass ein stilles Gebet um die Ecke möglich wäre. Dort angelangt, konnte man in einem kleinen Windfang durch ein an der Tür angebrachtes Fliegengitter einen Blick auf das Allerheiligste erhaschen. Manchen mag das vielleicht genügen, doch selbst wenn ich nicht fotografieren wollte, würde ich mir einen gemütlicheren Platz für meine Zwiegespräch mit Gott wünschen.

So hoffe ich, dass vielleicht nächstes Jahr ein paar Kirchen sich meinen Weihnachtswunsch zu Herzen nehmen und unsere „Herbergssuche“ öfters von Erfolg gekrönt ist.

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